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Da uns die Reithallengala letztes Jahr schon so gut gefallen hatte (und man hier mal die Chance bekommen konnte Kevin pur – ohne zusätzliche Sänger – zu erleben), machten wir uns mal wieder auf den langen Weg in Richtung Süden. Erst einmal der Hinweis an alle Daheimgebliebenen: „Ihr hab so unglaubliches verpasst“ …dann der Hinweis an alle, die nächstes Jahr zur Reithallengala fahren wollen … das Hotel Brenz ist wirklich empfehlenswert. Wir wurden dort so nett aufgenommen und versorgt… niedlich fand ich besonders die Fragen, ob denn alles Recht sei … das muss irgendwie ein schwäbischer Ausdruck sein (besonders weil der Satz auch noch so oft wiederholt wurde).
Aber zurück zur Reithallengala. Das Wetter ließ leider sehr zu wünschen übrig. Im Gegensatz zum letzten Jahr, wo uns Sonnenschein, blauer Himmel und ein mit Sonnenbrille bewaffneter Kevin entgegen strahlten, begrüßten uns diesmal nur Pfützen und die schon etwas durchnässten Gäste, die vor uns da waren. Kevin meinte später im Konzert, dass der Regen ein automatischer Applaus wäre. Die Sichtweise fand ich auch sehr nett. Aufgrund des Wetters gab es jedoch keinen Sektempfang draußen, sondern alle stürmten beim Einlass die Halle, die diesmal noch schöner geschmückt war, als bereits beim letzten Mal. Wir suchten uns auch unsere Plätze (diesmal bekamen wir einen Platz in der ersten Bankreihe … eine Verbesserung um eine Reihe zum letzten Mal) und warteten … sehr überrascht gucken wir, als unsere Sitznachbarn eintrafen und uns mit einem „wir haben schon letztes Mal zusammen gesessen“ begrüßten. Tatsächlich hatten es die netten Schwaben (von denen ich schon im letzten Reithallenbericht von 2007 geschwärmt hatte) geschafft, dass wir wieder zusammensitzen konnten und so stand einem netten Abend ja kaum noch etwas im Wege.
Um 20 Uhr begann das Konzert mit „Sing, sing, sing“, von der Lumberjack Bigband und „Shiny Stockings“ nach der Begrüßung. Wie bereits beim letzten Mal hatte Kevin einen Auftritt, der Gänsehaut bescherte. Die ersten Töne von „Feeling Good“ ertönten , ein Spotlight senkte sich auf den schwarzen Vorhang neben der Bühne, Kevins Stimme erklang und die Spannung in der Halle stieg, bis Kevin dann endlich auch zu sehen war. Nebenbei gesagt ist die Nummer wirklich fantastisch – zum Dahinschmelzen schön! Kevin begrüßte anschließend alle Freunde, Bekannten und neuen Gäste mit der Ankündigung „Well I would say sit back and relax… aber dann you fall on your ass – so don’t sit back!“… hatte ich erwähnt, dass die Halle keine Stühle, sondern nur Bierbänke hatte? Nur mit dem Wissen macht Kevins Satz Sinn. Es ging weiter mit „Save the last Dance“. Wie ich glaub ich im Bericht vom letzten Jahr erwähnt hatte … das Stück gefällt mir mit Bigband um so vieles besser, als mit dem KJO (nichts gegen ein großes Blasorchester … aber irgendwie swingt es so mehr). „Jump“ war das nächste Stück. Ich weiß im Moment gar nicht, ob es das letzte Jahr schon dabei war, aber ich fand’s schön, dass Stück mal wieder in einer ursprünglicheren Fassung zu hören. Es folgte „Pink Panther“ von der Lumberjack Bigband und „Have you met Mrs. Jones“. Anschließend kam der erste Höhepunkt des abends (zumindest für mich): „It’s not unusual“ …angeblich erkennt dieses Stück kaum jemand am Namen…? Ich schon – und ich mag es wirklich gern – auch wenn ich dabei immer Carlton aus dem Prinz von Bel Air vor mir sehe. Das Stück war wirklich perfekt … die Bigband spielte unglaublich gut und Kevins Stimme war kaum von Tom Jones zu unterscheiden. Die Halle wippte und klatsche ausgelassen mit und ich glaube nicht, dass schlechte Laune da noch irgendwo eine Chance hatte. Bei diesem Lied zeigte sich auch die Spontanität von Sänger und Band, denn alle fanden, dass das Stück doch viel zu schnell zu Ende war. Es wurde also nochmal in der Mitte angesetzt und bis zum Schluss durchgespielt mit der Erkenntnis, dass das Stück irgendwie zu abrupt endet und man ein neues Ende schreiben müsste. „This is the Moment“ leitete dann auch schon die Pause ein und wir kämpften uns zum CD-Stand, um uns die CD zu kaufen, die Kevin zusammen mit der Lumberjack Bigband aufgenommen hat. Es sind nur 5 Stücke drauf, aber wenn alle fleißig CDs kaufen, dann gibt’s hoffentlich auch bald eine ganze, wie uns an diesem Abend versprochen wurde. Für die 7 EUR bekommt man meiner Meinung nach mehr als genug geboten!
So – verzeiht es mir, dass ich ein wenig die Werbetrommel gerührt hab… wo war ich? Ach ja – in der Pause. Diese endete ziemlich plötzlich, in dem das Licht gedimmt wurde – also rasten wir zurück zu unseren Plätzen.
„Sway“ …ich mag dieses Lied wirklich – von Kevin noch mehr. Ich würd Euch gern davon erzählen – aber mir fehlen die Worte. „You are the Sunshine of my Life“ war dann ein weiteres Beispiel von Alexanders Spontanität. Da dieses Lied ja auf der CD ist und wir wissen sollten, was wir uns da gekauft haben, organisierte er einen CD-Transfer zum Tontechniker, der das Lied (aber bitte in der passenden Lautstärke) spontan einspielen sollte. Später sollte dann die CD ausgestellt werden und die Bigband und Kevin nahtlos einsetzen. Bis dahin sang Kevin also mit vollem Einsatz Playback. Als die CD abgestellt wurde nahmen Band und Kevin nahtlos den Faden auf und spielten weiter. Wir waren begeistert… auch wenn Kevin lachend und kopfschüttelnd erklärte, dass er nicht verstünde wieso sie das Lied so lang geprobt hätten, wenn Alexander dann beim Liveauftritt alles über den Haufen werfe. Aber gerade diese Momente machten die Besonderheit des Konzertes aus. Die gelöste, fast ausgelassene Stimmung von Alexander und Kevin sprang auf’s Publikum über. „Let me try again“ folgte von Kevin, bevor mit „Corner Pocket“ noch ein Instrumentalstück gespielt wurde. Bis hier hin stimmte auch der Programm-Flyer noch halbwegs. Ab dann kam noch „Fly me to the Moon“ als nette Überraschung und „Crazy little Thing called Love“. Als zweites Highlight des Abends sang Kevin „Music“ im Original von John Miles… ich liebe dieses Lied und es war unglaublich schön. Kevin sang wahnsinnig gefühlvoll und die Bigband spielte fantastisch. Leider klang der Abend dann auch schon mit „My Way“ und einer Wiederholung von „This is the Moment“ aus. Der Abgang von der Bühne nach „My Way“ war übrigens ähnlich genial geplant wie sein Auftritt am Anfang … aber das nur nebenbei. Wie immer gab Kevin anschließend noch unzählige Autogramme und wir verabschiedeten uns nach einem langen Tag. Dass die Reithallengala 2008 die Gala in 2007 noch übertreffen würde, hätte ich mir vorher nicht träumen lassen.
Heute sind wir dann den ganzen langen Weg zurück nach Hamburg gefahren und werden gleich mehr tot als lebendig ins Bett fallen … aber die Melodien die Reithallengala klingen noch in unseren Köpfen nach…


Vielen Dank an Thomas Havlik (www.havlik.de) für das Bereitstellen der Fotos!
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