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Cosi fan tutte
Geschrieben von Steffi   
Donnerstag, 17. Mai 2007

Inhalt:

Erster Akt

Die Oper spielt im Neapel des 18. Jahrhundert. Die jungen Offiziere Ferrando und Guglielmo rühmen sich, dass die beiden aus Ferrara stammenden Schwestern Dorabella und Fiordiligi, die sie über alles lieben, ihnen niemals untreu werden könnten. Don Alfonso, ein zynischer Mann von Welt, aber hat seine eigenen, einschlägigen Erfahrungen und schlägt deswegen Ferrando und Guglielmo vor, doch eine Wette abzuschließen, wenn sie so sicher wären. Beide gehen siegessicher darauf ein.

Währenddessen schwärmen sich die Frauen im Garten des Hauses gegenseitig von der unverbrüchlichen Liebe ihrer Partner vor, bis Don Alfonso scheinbar völlig aufgelöst dazu stürzt und ihnen mitteilt, dass Ferrando und Guglielmo auf Geheiß des Königs in den Krieg ziehen müssen. In der folgenden Abschiedsszene besteigen die Männer, nun in Kriegsmontur, schließlich ein Schiff, besetzt von als Soldaten verkleideten Dorfbewohnern. Despina, das Hausmädchen und rechte Hand von Alfonso, versucht, Dorabella und Fiordiligi mit weisen Ratschlägen und Ansichten über Männertreue – insbesondere bei Soldaten – auf andere Gedanken zu bringen. Schon wenig später kehren Ferrando und Guglielmo nun verkleidet als fremdländische Adlige ins Haus zurück, die auch gleich versuchen, die Braut des jeweils anderen zu umschwärmen. Heftig zurückgewiesen täuschen die beiden exotischen Gestalten Selbstmord durch Gift vor und werden vom eilig herbeigerufenen Doktor (in Wirklichkeit die verkleidete Despina) in einer Parodie auf die Methoden des Wiener Arztes Franz Anton Mesmer „geheilt“. Die weitere, mitleidige Fürsorge wird in die Hände von Fiordiligi und Dorabella gelegt. Als die vermeintlichen Selbstmörder erwachen, fordern sie erneut einen Kuss und werden wieder abgewiesen.

Zweiter Akt

Despina erklärt den Schwestern, dass man Liebe und Treue nicht so wichtig nehmen darf. Doch die Herzen der beiden Mädchen sind schon längst erweicht für die Fremden. In romantischer Atmosphäre „fällt“ zunächst Dorabella, Fiordiligi aber wehrt sich noch gegen die eigenen Gefühle und beschließt, ihrem Guglielmo in den Krieg nachzuziehen. Sie wird aufgehalten von Ferrando. Er droht, sich zu töten, wenn sie ihn nicht erhört. Da gesteht sie ihm ihre Liebe. Eine Doppelhochzeit wird vorbereitet, doch nachdem der Ehevertag schon unterschrieben ist, hören die Frauen die Rückkehr der Soldaten. Die verkleideten Ehegatten verlassen heimlich das Zimmer und kommen wieder als Guglielmo und Ferrando. Voller zwiespältiger Freude werden die Männer in die Arme genommen. Don Alfonso spielt den angeblich Heimgekehrten den soeben besiegelten Ehevertrag zu, es kommt zu einer großen Eifersuchtsszene. Die beiden Frauen gestehen zerknirscht ihre Untreue, Ferrando und Guglielmo jedoch, die die Wette mit Alfonso verloren haben, decken ihrerseits den unfairen Schwindel auf. Alfonso befiehlt den vier jungen Menschen, sich zu umarmen und zu schweigen. Despina wird rot vor Scham über ihr Handeln. Am Ende in C-Dur steht ein Loblied: Glücklich sei der Mensch, der alles nur von der besten Seite nimmt und durch die Wechselfälle des Lebens, über die er lacht, hindurch Ruhe bewahrt.

Letzte Aktualisierung ( Freitag, 6. Juli 2007 )
 
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